Nachhaltigkeit

Earth Day 2021: Nachhaltige & faire Mode – Nachhaltigkeit kann heute ganz leicht sein

Seit 1970 ist der 22. April der „Tag der Erde“ oder „Earth Day“. 2021 steht der Earth Day unter dem Motto „Restore our Earth“ und ist wie jedes Jahr ein Aktionstag mit Veranstaltungen, Veröffentlichungen und jeder Menge medialer Aufmerksamkeit weltweit. Das Ziel? Bewusstsein für einen umweltbewussten Lebensstil schaffen. Dabei zeigt uns das diesjährige Thema, dass umweltbewusst Leben allein nicht mehr reicht. Nur so können sich in Zukunft Erde und Klima wieder erholen. Ein Schritt dazu ist, sich für nachhaltige & faire Mode zu entscheiden. Damit kannst du selbst einen individuellen Wandel in deinem Leben und Lifestyle beginnen. Jede*r kann etwas beitragen!

Ist Nachhaltigkeit in der Mode schon ein Thema für dich?

Für nachhaltige Modelabels ist ein respektvoller Umgang mit Ressourcen und Menschen wichtig. Rohmaterialien werden besonders schonend und umweltfreundlich gewonnen. Bei der Herstellung liegt der Fokus auf energiesparenden Methoden und dem Verzicht von gefährlichen Chemikalien. Wichtig ist hier die Einhaltung von sozialen und ökologischen Standards. In Zeiten extremer Rohstoffverschwendung und zunehmender Verschmutzung der Umwelt und unserer Meere mit Plastikmüll sind wir dazu gezwungen, uns Gedanken über unseren ökologischen Fußabdruck zu machen. Zum Glück setzt in der Bekleidungsindustrie langsam ein Umdenken ein und immer mehr Firmen setzen auf nachhaltige Mode. Nachhaltige & faire Mode besteht aus umweltschonenden Materialien, die entweder pflanzlich und aus kontrolliert biologischem Anbau sind oder aus recycelten Stoffen. In der Produktion soll der Verbrauch von Ressourcen wie Wasser und Energie niedrig gehalten werden. Hier sind Standards und Zertifikate wie der GOTS, Oeko-Tex und GRS eine gute Hilfe, um einschätzen zu können, wie ernst es die Brands tatsächlich mit dem Umweltschutz nehmen.

Alle diese Aspekte findet man zum Beispiel bei nachhaltigen Modemarken wie ArmedAngels, Lanius oder Hessnatur. Noch bedeutet nachhaltigeres Handeln leider höhere Kosten. Daher ist faire Mode generell hochpreisiger als Fast Fashion, mit Second Hand-Kleidung kannst du hier Geld und Ressourcen sparen. Mode ist aber nur dann fair, wenn auch die Menschen, die sie herstellen, grundlegende Rechte haben und von ihrer Arbeit leben können. Arbeiter*innen in Kleidungsfabriken müssen vor gesundheitlichen Schäden geschützt werden und angemessene Löhne erhalten, um sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen zu verhindern.

Bei fairer Mode liegen die gezahlten Gehälter in der Regel über dem Mindestlohn. Dieser reicht nämlich häufig nicht, um die eigene Familie zu ernähren. Für faire Arbeitsbedingungen und Transparenz setzt sich auch Fashion Revolution ein. Diese gemeinnützige globale Bewegung hat auch dieses Jahr vom 19.-25 April mit der Fashion Revolution Week auf Missstände entlang der Lieferketten aufmerksam gemacht und Labels zu mehr Transparenz aufgerufen.   

Neben Umwelt und Mensch spielt auch ein respektvoller Umgang mit Tieren eine wichtige Rolle. Das bedeutet, wenn tierische Materialien wie Wolle zum Einsatz kommen, muss sichergestellt werden, dass die Tiere unter humanen Bedingungen gehalten und geschoren werden mit Hinblick auf umweltschonende und regenerative Praktiken. Auch hier können internationale Standards wie z.B. der Responsible Wool Standard (RWS) helfen.

Nicht immer nur dem günstigsten Angebot hinterherjagen

Man darf nicht vergessen, dass hinter jeder Leistung und hinter jedem Produkt Menschen und daher auch viele Stunden harter Arbeit stecken. Es ist wichtig, dass der Spaß an Mode nicht auf Kosten unserer Umwelt und anderer Menschen geht. Leider ist der Begriff „nachhaltig“ nicht geschützt, weshalb er zum Teil inflationär benutzt wird. Achte daher auf anerkannte Standards oder bei kleineren Labels, die sich solche Zertifizierungen oft nicht leisten können, auf Transparenz und klare, eindeutige Wortwahl der Labels.

Ich wünsche dir einen schönen Earth Day 2021!

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